Schmalle und die Welt

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Hallo und herzlich willkommen!

Aufgewachsen im Herzen des Ruhrgebiets, arbeite ich heute als Erzieher mit jungen Menschen und versuche den „Rahmen“ für ein Bild zu gestalten, das die Klient*innen individuell, frei und eigenverantwortlich mit den Farben des Lebens füllen. Eine Tätigkeit im sozialpädagogischen Bereich ist wohl mehr Berufung als Beruf. Dabei hat sich die Arbeit mit Menschen aus den verschiedenen muslimischen Communities in den letzten Jahren zu meinem Spezialgebiet entwickelt. Eine differenzierte Analyse lässt sich in diesem Bereich nur mit umfassenden Hintergrund-Informationen gewährleisten und erfordert Empathie und Weitblick. In meiner Freizeit werde ich regelmäßig von Schulen, Universitätsgruppen als auch politischen Organisationen als Referent zum Thema „Islam & Islamismus“ geladen.

Politisch orientiert sich meine Arbeit zentral an den universellen Menschenrechten, wobei ich mich als Humanist in einem antifaschistischen, links-liberalen Aktionsfeld der Demokratie einordne. In der Vergangenheit war ich bereits in verschiedenen Jugendverbänden linker Parteien aktiv und sammelte dort umfangreiche Erfahrungen und Einblicke, die mich nachhaltig beeinflusst und geprägt haben.

Darüber hinaus schreibe ich seit einigen Jahren Gastbeiträge für diverse Internetplattformen wie z.B. den Humanistischen Pressedienst (hpd). Mein besonderes Augenmerk gilt hier der Analyse muslimischer Organisationen, insbesondere der islamischen Dachverbände und deren Verbindungen ins Ausland.

Mein Fokus

Wie man schnell merkt, fällt der Begriff „Islam“ relativ oft in meiner Selbstbeschreibung. Muslim*innen sind seit der Kindheit Teil meiner Realität. Sie sind Bekannte und Freund*innen und haben mich mein Leben hindurch begleitet. Ich bin in multikulturellen Stadtvierteln aufgewachsen und wurde in vielen muslimischen Familien wie ein Sohn und Bruder willkommen geheißen. Dabei hat mich besonders meine Jugend, in der ich viel Zeit in kurdischen Familien verbrachte, zu dem Menschen geformt, der ich heute bin. Ji dilê xwes re her tim bihar e.

Trotz aller Annehmlichkeiten erfuhr ich natürlich auch die Schattenseiten dieser Communities. Hier stand schon früh für mich fest, dass ich über die guten wie auch schlechten Seiten offen und differenziert spreche – auf Augenhöhe. Muslim*innen sind keine Kuscheltiere, die vor Kritik beschützt werden müssen. Sie sind Menschen wie du und ich.

Interessiert bin ich besonders an der Zusammenarbeit mit liberalen Muslim*innen, die ihren Glauben am säkularen Prinzip der modernen Demokratie ausrichten, und für die keine „heilige Schrift“ über den Menschenrechten und den Grundrechten des Individuums steht. Ich habe kein Problem mit der Spiritualität von Menschen und maße mir dahingehend auch kein Urteil an. Einzig die konsequente Trennung von Religion und Politik steht hier in meinem Fokus. Ich bin davon überzeugt, dass der Säkularismus eine Errungenschaft ist, die Gesellschaften befriedet und stabilisiert. Dabei sticht die staatliche Neutralität auf besondere Weise heraus. Diese gilt es zu pflegen und verteidigen.

Das Fundament meiner Arbeit

Die individuelle Freiheit ist das Fundament, um ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der Mensch ist eigenverantwortlicher Gestalter seines Lebens, der im Kontext der Gesellschaft durch Verhandlungen, Kompromisse und Mehrheitsentscheidungen die Regeln des Alltags formuliert. Dabei sollte der Staat nicht als Vormund seiner Bürger*innen agieren, sondern neben Rechten und Pflichten, vor allem die individuelle Freiheit gewährleisten und schützen.

Der Mensch ist ein sozialer Akteur. Seine maßgeblichen Qualitäten sind Kommunikation, Gestaltung und Zusammenarbeit. Durch Arbeitsteilung als auch friedliche und solidarische Kooperation erreicht jeder Mensch für sich und die Gesellschaft Fortschritt und Erkenntnis. Als Humanist schützt und fördert man auch die schwächsten Mitglieder der Menschheit. Eine pluralistische und inklusive Gesellschaft ist dabei eine erfolgreiche Gesellschaft, wobei Demokratie gelernt, vorgelebt als auch kritisch reflektiert werden sollte, um sie den Ansprüchen ihrer Zeit beständig anzupassen.

Mit antifaschistischen Grüßen

Schmalle

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