Schmalle und die Welt

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Hallo und herzlich willkommen!

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren bei Blogsport und über 200.000 Artikel-Aufrufen, schlage ich nun meine Zelte bei WordPress auf und werde auch hier versuchen neue Akzente zu setzen . Nichts steht still, alles bleibt in Bewegung. A rolling stone gathers no moss.

Meine Geschichte

Aufgewachsen im Herzen des Ruhrgebiets, arbeite ich heute als Erzieher mit jungen Menschen und versuche den „Rahmen“ für ein Bild zu gestalten, das die Klient*innen individuell, frei und eigenverantwortlich mit den Farben des Lebens füllen. Eine Tätigkeit im sozialpädagogischen Bereich ist wohl mehr Berufung als Beruf. Dabei hat sich die Arbeit mit Menschen aus den verschiedenen muslimischen Communities in den letzten Jahren zu meinem Spezielgebiet entwickelt. Eine differenzierte Analyse und Recherche lässt sich in diesem Bereich nur mit umfassenden Hintergrund-Informationen gewährleisten. In meiner Freizeit werde regelmäßig von Schulen, Universitätsgruppen als auch politischen Organisationen als Referent zum Thema „Islam & Islamismus“ geladen.

Politisch orientiert sich meine Arbeit zentral an den universellen Menschenrechten, wobei ich mich als Humanist in einem antifaschistischen, links-liberalen Aktionsfeld der Demokratie einordne. In der Vergangenheit war ich bereits in verschiedenen Jugendverbänden linker Parteien aktiv und sammelte dort umfangreiche Erfahrungen und Einblicke, die mich nachhaltig beeinflusst und geprägt haben.

Seit einigen Jahren schreibe ich regelmäßig Gastbeiträge für diverse Internetplattformen wie z.B. die Ruhrbarone. Mein besonderes Augenmerk gilt hier der Analyse muslimischer Organisationen, insbesondere den islamischen Dachverbänden und deren Verbindungen ins Ausland.

Mein Fokus

Wie man schnell merkt, fallen die Begriffe „Muslim*innen“ und „Islam“ relativ oft in meiner Selbstbeschreibung. Muslim*innen sind seit meiner Kindergartenzeit Teil meiner Realität. Sie sind Bekannte und Freund*innen und haben mich mein ganzes Leben hindurch begleitet. Ich bin in multikulturellen Stadtvierteln aufgewachsen und wurde in vielen muslimischen Familien wie ein Sohn und Bruder willkommen geheißen. Dabei hat mich besonders meine Jugend, in der ich viel Zeit in kurdischen Familien verbrachte, zu dem Menschen geformt, der ich heute bin. Ji dilê xwes re her tim bihar e.

Trotz aller Annehmlichkeiten erfuhr ich natürlich auch die Schattenseiten dieser Communities. Hier stand schon früh für mich fest, dass ich über die guten wie auch schlechten Seiten offen und differenziert spreche – auf Augenhöhe. Muslim*innen sind keine Kuscheltiere, die vor Kritik beschützt werden müssen. Sie sind Menschen wie du und ich.

Interessiert bin ich besonders an der Zusammenarbeit mit liberalen Muslim*innen, die ihren Glauben am säkularen Prinzip der modernen Demokratie ausrichten, und für die keine „heilige Schrift“ über den Menschenrechten und den Grundrechten des Individuums steht. Ich habe kein Problem mit der Spiritualität von Menschen und maße mir dahingehend auch kein Urteil an. Einzig die konsequente Trennung von Religion und Politik steht hier in meinem Fokus. Ich bin davon überzeugt, dass der Säkularismus eine Errungenschaft ist, die Gesellschaften befriedet und stabilisiert. Dabei sticht die staatliche Neutralität (Religionslosigkeit) auf besondere Weise heraus. Diese gilt es zu pflegen und verteidigen.

Im interkulturellen Dialog stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit Personen wie Dr. Abdel-Hakim Ourghi, Ahmad Mansour, Seyran Ates, Reyhan Sahin oder Burak Yilmaz vom Muslimischen Forum Deutschland (MFD) und habe auch so einen Einblick in ein liberales Islamverständnis, das es zu fördern und unterstützen gilt.

Das Fundament meiner Arbeit

Die individuelle Freiheit ist die wichtigste Voraussetzung, um ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Mensch ist eigenverantwortlicher Gestalter seines Lebens und der Gesellschaft. Grundsätzlich soll der Staat nicht bestimmen, was für ein erwachsenes Individuum richtig ist und welche Entscheidungen es für das eigene Leben trifft. Der Staat tritt nicht als Vormund seiner Bürger*innen auf. Viel mehr hat er die Aufgabe, neben anderen Rechten insbesondere die individuelle Freiheit zu gewährleisten und zu schützen. In diesem Sinne sehe ich mich als Liberaler.

Der Mensch ist ein soziales Lebewesen. Seine herausragenden Fähigkeiten sind Kommunikation und Kooperation, Lernfähigkeit und Entwicklung von Kultur. Menschen setzen auf gegenseitige Hilfe und Solidarität. Durch Arbeitsteilung und noch mehr durch friedliche und kooperative Zusammenarbeit erreicht jeder Mensch für sich und die Menschheit insgesamt Hochleistung und Fortschritt. Als Humanist schützt und unterstützt man auch die schwächsten Mitglieder der Menschheit nach seinen besten Möglichkeiten. Eine gerechte Gesellschaft ist eine erfolgreiche Gesellschaft. In diesem Sinne bin ich sozial- und linksorientiert.

Mit antifaschistischen Grüßen

Schmalle

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